"Fingerspiele für groß und Klein" nach Friedrich Fröbel

 


Im Folgenden das Vorwort zu den Fingerspielen sowie weiter unten einen kleiner Höreindruck ver gleichnamigen CD. Klicken Sie dazu bitte auf das weiter unten abgebildete CD-Cover.

 

 

Vorwort

 

Viel Zeit ist seit der ersten Veröffentlichung 1844 von Fröbels "Mutter-, Spiel- und Koselieder" vergangen. Die unterschiedlichsten Erziehungs- und Bildungstheorien wurden ausgearbeitet, ausprobiert, verglichen, erweitert oder verworfen. Anhänger der Ideen von Montessori stritten und streiten mit den Anhängern Pestalozzies und Fröbels. Eint sie alle der Gedanke dem heranwachsenden und sich entwickelnden Menschen Grundlagen mit auf dem Weg zugeben so unterscheiden sich doch die Schlußfolgerungen und Konzepte.

Mit der Neuveröffentlichung der Mutter-, Spiel- und Koselieder soll allen Menschen die sich mit Fröbelscher Pädagogik auseinandersetzen ein "Original" in die Hand gegeben werden, in dem sich Fröbelsche Ideen aufs genaueste Wiederspiegeln.

Ich habe mich lange und intensiv mit diesen Liedern beschäftigt und bin wie viele vor mir zu der Erkenntnis gekommen, dass die Lieder mit einigen Ausnahmen kaum noch Spuren in der heutigen praktischen Ausübung hinterlassen werden. Jedoch sind diese Lieder für mich eine der bedeutendsten Sammlung von Liedern für Kinder. Nicht von Kindern zu singen, sondern für Kinder zu singen ist ihre Aufgabe. Ihre Ernsthaftigkeit in der Aussage, ihr Heranführen an Sachverhalte durch genaueste Beobachtungen und ihr Anspruch an Eltern und Erzieher sind beispielhaft. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass viele Lieder heute nicht mehr Zeitgemäß sind, sich Wort- und Satzwahl entwickelt haben und natürlich Melodien moderner geworden sind.

Bei allem Wollen Friedrich Fröbels und des Komponisten Robert Kohl sind ihnen leider keine "Klassiker" gelungen. Wenn heute aber auf die Frage eine Antwort gegeben werden soll, wie umfassende Kindererziehung aussehen soll, so rate ich jedem erst einmal bei Fröbel nach zulesen.

In der vorliegenden Ausgabe wurden keine Korrekturen im Notenmaterial durchgeführt. Im Textmaterial wurde die Schreibweise und Trennung übernommen (Thurm oder Thor u.ä.). Nur an wenigen Stellen wurden unbedeutende Korrekturen vorgenommen. Ein Anliegen war es mir, durch die Beibehaltung der originalen Schreibweise, gleichzeitig das Wortbild als Zeitzeuge wirken zulassen.

Bad Blankenburg, März 2002

 

Michael Grübler

 


Friedrich Fröbel
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CD "Fingerspiel für groß und Klein"

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